Breakout Strategien: Teil 2

Im ersten Teil habe ich eine Strategie beschrieben, die ich gern anwende, wenn der Markt im betrachteten Time Frame bereits einen Trend herausgebildet hat. Dieser Ansatz ermöglicht es, eine kurze Konsolidierung (Inside Bar) zu nutzen, um sich bei einem Ausbruch in Trendrichtung zu positionieren. Wie ein Leser richtig bemerkt hat, ist ein Inside Bar nur eine von vielen möglichen Konsolidierungsformationen. Tatsächlich kann ein einzelner Inside Bar – auf einer kleineren Zeitebene betrachtet – ein Dreieck, Flagge, Wimpel oder auch eine 1-2-3 Formation nach Michael Voigt sein.

 

In diesem Post soll es um Range Breakouts gehen, wobei ich wieder ausdrücklich vom selben Timeframe – 60 Minuten – ausgehe. Die Idee dahinter ist, dass man sich früh in einem möglichen Trend positioniert, wenn der Markt nach einer längeren, richtungslosen Seitwärtsbewegung ausbricht. Meine Definition einer Range ist:
  • Der Markt bildet über mehrere Bars hinweg keine klaren Hochs oder Tiefs gegenüber den vorhergehenden Bars. Dies ist beispielsweise an der „Häufung“ von Inside Bars und Outside Bars zu erkennen.
  •  

  • Idealerweise wird die Range „oben“ oder „unten“ begrenzt durch:
    • Eine Pivotlinie, S1, S2, bzw. R1 oder R2
    • Vortagestief oder Vortageshoch
    • Tageshoch oder Tagestief
    • Eröffnungspreis
Es gelten exakt dieselben Regeln für den Entry und die Stopp-Setzung, wie für die in Teil 1 beschriebene Strategie. Der aufmerksame Leser wird mittlerweile verstanden haben warum.Auch das Trademanagement kann genauso gehandhabt werden wie in Teil 1.
Anzumerken ist noch, dass der Versuch einen derartigen Ausbruch zu traden „teuer“ sein kann, wenn die Range recht groß ist. Denn der Stop auf der anderen Seite der Range, muss natürlich vom Konto verkraftet werden können.

Im Beispiel unten ist so eine Konstellation gegeben. Der Kanadische Dollar setzt im frühen Handel auf der blauen Pivot-Linie auf. Subtilerweise ist die Range ist nach oben durch den Eröffnungspreis begrenzt (dünne braune Linie) und nicht durch die darunterliegende Linie. Die vermeintlichen Ausbrüche über die darunterliegende Linie, haben möglicherweise dazu geführt, dass weitere Shortpositionen aufgebaut wurden. Der anschließende, „richtige“ Breakout über den Eröffnungspreis führte dazu, dass diese gecovert werden mussten und so die Aufwärtsbewegung mit angetrieben haben.

 

Comments (1)

  1. [...] für Profittargets. Sie können aber auch beim Entry eine Rolle spielen, wie ich es in Teil 2 beschrieben habe. Für alle, die mit Pivots nicht vertraut sind, hier noch mal die geläufigste [...]

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