Breakout Strategien: Teil 3

In diesem Artikel soll es eher um allgemeine Aspekte des Breakout-Tradings, also des Ausbruchs-Tradings, gehen. Wie erkenne ich einen richtigen Ausbruch? Wie vermeide ich „False Breakouts“? Wie erkenne ich, wann dem vermeintlichen Ausbruch die Puste ausgeht und ich meine Position lieber glattstellen sollte?

Trader, die eine oder mehrere Arten des Breakout-Tradings praktizieren, kennen die Situation: Man sitzt kopfschüttelnd vor dem Chart und fragt sich: „Wieso hat das nicht geklappt?“ „Wieso ist der Markt, nachdem er so viel versprechend die vermeintliche Range-Obergrenze erfolgreich durchstoßen hatte, wieder in sich zusammengebrochen?“

Um gute Ausbruchs-Setups zu finden, benötigt man sicher eine Menge Erfahrung und ein geschultes Auge. Mir passiert es auch immer wieder, dass ich einem Fehlausbruch auf dem Leim gehe, allerdings nicht mehr so häufig wie in der Anfangszeit meines Tradings. Ich werde mal versuchen, meine wichtigsten Kriterien für ein gutes Breakout-Setup zu erläutern. (Breakout steht für mich als Synonym für einen Ausbruch sowohl auf der Short-Seite – manchmal auch Breakdown genannt – als auch für einen Ausbruch auf der Long-Seite).

Auf dem Falschen Fuß - Ein Breakout funktioniert dann am besten, wenn er die Mehrheit der Marktteilnehmer auf dem Falschen Fuß erwischt.  Idealerweise sollten sich also der Großteil der Händler, gegen die vermeintliche Ausbruchsrichtung positioniert haben. Findet dann ein Ausbruch statt, müssen diese Markteilnehmer ihre Positionen schließen oder drehen, um Verluste zu vermeiden. Ein Indikator dafür, dass diese Situation gegeben ist, kann beispielsweise ein bereits stattgefundener Fehlausbruch sein, denn ein Fehlausbruch führt dazu, dass Breakout Trader ihre Position frustriert auflösen. Man sollte  sich also nicht zu schade sein, auf einen weiteren Ausbruch zu lauern.

In Trendrichtung – Um die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Breakouts zu erhöhen, handle ich Ausbrüche nur in Trendrichtung. Trendrichtung bedeutet bei mir konkret: oberhalb des Eröffnungskurses nur long, unterhalb des Eröffnungskurses nur short. Wer plant, sich länger als nur auf Tagesbasis zu positionieren, kann natürlich die Trends der vorangegangenen Tage nach dem gleichen Muster mit einbeziehen.

Gewinnziele und Scale-Out – Hier gilt das, was ich bereits im ersten Teil geschrieben habe. Die Positionsgröße und das Trade-Management sollten so gewählt werden, dass ein Teil der Position aus dem Markt genommen wird, sobald das Ausbruchs-Momentum nachlässt. Spricht etwas dagegen, bei 5 oder 10 Pips, einen Teil der Gewinne mitzunehmen? Ich denke nicht. Auf jeden Fall sollte sichergestellt sein, dass ein Teil der Position mit Trailing Stopp  im Markt bleibt.

Volumen - Beim Trading von Currency Futures kann ich auf eine weitere Information zugreifen, die mir im Forex Markt so leider nicht zur Verfügung steht: das Handelsvolumen. Auch das Volumen – genauer gesagt die Preis-Volumen-Verteilung, kann ein Hinweis darauf geben, ob ein Ausbruch erfolgreich ist, oder die Preis-Bewegung im Ansatz stecken bleibt. Dieser Thematik werde ich aber in den nächsten Tagen einen Extra-Artikel widmen.

Comments (1)

  1. [...] ich bereits im letzten Artikel zum Thema Breakout-Trading geschrieben habe, schaue ich beim Handeln von Currency Futures auch auf [...]

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