Volumen-Verteilung bei Breakouts

Wie ich bereits im letzten Artikel zum Thema Breakout-Trading geschrieben habe, schaue ich beim Handeln von Currency Futures auch auf das Volumen, um die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Ausbruchs besser einschätzen zu können. Kurz gesagt: ein Ausbruch sollte immer von steigendem Handelsvolumen „angetrieben“ werden. Bleiben die Umsätze nach einem vermeintlichen Ausbruch aus, muss man davon ausgehen, dass es sich um einen Fehlausbruch handelt und sollte in diesem Fall die Position lieber glattstellen.

Ich maße mich in diesem Zusammenhang einfach mal an, die alte Trader-Weisheit „Volume goes with the trend“, umzuformulieren in „Volume goes with the breakout“. Wie kann ich nun erkennen, ob die Preis-Bewegung von ausreichend hohem Volumen begeleitet wird? Die beste Möglichkeit dies abzuschätzen, ist meiner Meinung nach, auf die Preis-Volumen-Verteilung zu schauen. Bei der Preis-Volumen-Verteilung handelt es sich nicht um ein komplettes „Marketprofile“, sondern lediglich um ein einfaches Preis-Volumen-Histogramm, welches die gehandelten Kontrakte pro Preisniveau anzeigt. Ich habe mich im Jahre 2007 intensiv mit der Thematik „Market-Profile“, insbesondere in den amerikanischen Index-Futures, beschäftigt, konnte aber aus dem „Market-Profile“ allein keine profitable Strategie ableiten. Eine Sache ist bei mir allerdings hängen geblieben: Die Entwicklung des Handelsvolumens pro Preisniveau, kann durchaus ein hilfreicher Indikator bzw. Filter sein. Da ich eher ein „visueller“ Typ bin, schaue ich auf die Form des Histogramms, beobachte, wie es sich verändert. Die Veränderung ist natürlich dynamisch und lässt sich nicht optimal mit Screen Shots darstellen. Ich habe es trotzdem mal versucht und ich denke, man kann gut erkennen worum es geht. Als Beispiel habe den EuroFX genommen. Der Chart unten zeigt die Globex-Session vom 23.11.2009 des EuroFX bis kurz nach 16.00 Uhr.

 Wie immer in meinen Charts, sind Inside Bars, Outside Bars und Pivot-Linien markiert. Gegen 11.00 Uhr (Markierung 1) hat sich ein Inside Bar komplettiert. Mit einer Buy-Stopp bei 1.4986 oberhalb legen wir uns auf die Lauer und spekulieren auf einen Inside Bar Breakout. Ich bevorzuge in diesem Fall Long-Orders da der Markt über dem Eröffnungspreis notiert. Als Profit-Target bietet sich R2 (gelbe Linie) an. Das Preis-Volumen-Histogramm zu diesem Zeitpunkt ist unten dargestellt.

Preis-Volumen-Histogramm

Es hat annähernd die Form einer Normalverteilung und die meisten Kontrakte wurden zu einem Preis von 1.4974 gehandelt. Mehrere Stunden tut sich nicht wirklich etwas. Am Chart erkenn man, dass einige Fehlausbrüche auf der Short-Seite stattgefunden haben. Bis 15.00 Uhr tut sich nicht wirklich viel, bis dann nach 15.00 Uhr der Ausbruch nach Norden gelingt (Markierung 2). Bis zu diesem Zeitpunkt hat sich die Form des Histogramms nicht verändert, trotz zig Tausenden von Kontrakten, die bis dahin gehandelt worden sind. Auch die Volumenspitze bei 1.4974 ist nach wie vor intakt.

Preis-Volumen-Histogramm

Nach dem Ausbruch jedoch, „verschiebt“ sich das Histogramm sehr schnell nach oben. In Bild ist erkennbar, dass das Volumen oberhalb des Ausbruchsniveaus rasch zunimmt und ausreicht, den EuroFX bis R2 zu treiben.

Die Preis-Volumen-Verteilung im Auge zu behalten, ist wie gesagt, nur einer von mehreren Filtern, die ich beim Breakout Trading anwende. Er kann die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Breakouts erhöhen. Allerdings erfordert er — wie andere diskretionäre Filter und Strategien auch — etwas Übung und Erfahrung.

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Comments (1)

  1. Webnews.de sagt:

    Preis-Volumen-Histogramme beim Breakout Trading….

    Der Artikel beschreibt, wie man die Trefferquote beim Breakout Trading mit Hilfe von Preis-Volumen-H…

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