Entwicklung einer Trading Strategie: Vorbetrachtungen
Dieser Artikel soll der Erste in einer Serie von Artikeln sein, die sich mit dem Thema Strategie Entwicklung bzw. der richtigen Umsetzung von Trading Ideen beschäftigen. Systematische Ansätze, Setups, Strategien und Trading Systeme für den Forex Handel und anderen Märkten gibt es sehr viele. Einige versprechen enorme Trefferquoten und Renditen, halten aber einer genauen Untersuchung und einem kritischen Test nicht stand. Und genau darum geht es: Ich kann nur dann einer Trading-Strategie vertrauen, wenn ich klipp und klar sehe, dass sie mir einen Vorteil verschafft und langfristig in möglichst vielen Marktphasen profitabel ist. Habe ich diese Sicherheit nicht, werde ich beim nächsten oder spätestens übernächsten Drawdown das Handtuch werfen und das Setup in die Tonne kloppen. Und dann beginnt die Suche nach einer neuen, vermeintlich besseren Strategie von neuen. Diesen Kreislauf zu durchbrechen, erfordert Zeit und Arbeit, wie wir noch sehen werden. Und diese Erkenntnis war für mich einer der wichtigsten Schritte zu mehr Nachhaltigkeit und Profitabilität beim Traden.
Natürlich besteht die Möglichkeit das favorisierte Setup im „Eigenversuch“ mit richtigem Geld und unter realen Marktbedingungen zu Handeln und zu Testen. Sollte man dann nach einigen Wochen oder Monaten – dank akribischen Führens eines Trading Journals – zu der Erkenntnis gelangt sein, dass diese Strategie nichts taugt, hat man eine Menge Zeit und Geld verschwendet. Im Extremfall hat man sein Konto beträchtlich dezimiert. Um das zu vermeiden, sollte man sich Werkzeugen bedienen, die es ermöglichen, die eigenen Trading-Ideen und die Strategien anderer auf historischen Daten zu testen und ggf. zu optimieren. Software für das Entwickeln und das Backtesting von Trading-Systemen gibt es sehr viele. Für diese Aufgaben nutze ich seit einigen Jahren Tradenavigator Platinum. Ich werde aber versuchen, die Strategie so einfach wie möglich zu halten, damit sie auch auf einer anderen Software umsetzbar und nachvollziehbar ist. Im nächsten Artikel werde ich eine konkrete Tradingidee formulieren und einen Entry definieren.




Hi Holger, wegen akribischen Führens eines Trading Journals da stimme ich dir ganz zu , ich führe seit ich mit dem trading angefangen habe etwa juni 2005 ein (1)tagebuch,
– wo ich in bestimmten abständen meine fortschritte und meine emotionale-lage eintrage , wenn dann mal eine verlustpahse eintritt schaue ich gerne da rein und sehe dass ich solche phasen bereits mehrfach gut überstanden habe ,
-dann habe ich kleines (2)notizbuch wo ich über den markt den ich handle ( ich handle nur den cable) alles mögliche wie zb. wie reagiert er auf news , welche setups bildet er am meisten aus, wann sind die besten handelszeiten usw. mir notizen mache
und zu schluss führe ich über jeden trade eine checkliste wo ich alles eintrage.
-welches setup
-welche ze
-stop (risk in €)
-ziele
-news uhrzeit
-mein emotionaler zustand
-besonderheiten zb. am wiederstand usw.
und dann die nachbereitung wo exit warum wieviel r-verdient usw.
-ohne diese einträge kann man meiner meinung nach kein gutes trading betreiben ,zitat von wem weiss ich leider nicht mehr ” ob jemand ein guter trader ist , findet man nur raus wenn er ein Trading Journal besitzt ”
ohne ein Trading Journal ist und bleibt es ein zufall,
Trading sollte aber wie ein Geschäft/business betrieben werden
gruss juri
Hallo Juri,
ich stimme Dir voll und ganz zu: Trading ist ein Business, dem man sich mit aller Ernsthaftigkeit widmen muss und das Trading Journal führen gehört dazu. Wenn ich mal ein Trading Journal verlieren würde (ich verwende u.a. dazu kleine A5 Taschen-Kalender), wäre das für mich ein schlimmer Verlust, ehrlich!
Sehr guter Kommentar, danke!