Die Pivot-Strategie: Money Management
Bisher haben wir die Pivot Strategie nur mit einem Kontrakt/Lot getestet. Das ist im Prinzip auch in Ordnung so, allerdings macht es Sinn, mit einem wachsenden Konto den Einsatz, also die Zahl der gehandelten Kontrakte/Lots, schrittweise zu erhöhen. In jedem Fall sollte das Erhöhen des Einsatzes planmäßig erfolgen und dem Wachstum des Kontos angemessen sein.
Hier kommt das Thema Moneymanagement ins Spiel: für die schrittweise Erhöhung des Einsatzes gibt es mehrere Money Management-Methoden . TradeNavigator bietet folgende Strategien an, die im Rahmen eines Backtestings angewendet werden können:
1. Standard Money Management
2. Fixed Fractional
3. Fixed Ratio nach Ryan Jones
4. Risk/Ratio nach Larry Williams
Ich werde mich mal auf die erste Methode beschränken. Die Formel für das Standard Money Management lautet:
Gehandelte Lots = (Kontostand * Risiko) / Max (Margin, Größter Verlust-Trade)
Risiko ist der Prozentsatz vom Konto, den man riskieren will. Üblich sind beispielsweise 1%, 2% oder 5%. Wer diese starre Prozent-Regel nicht mag, kann hier auch die Kelly Formel bzw. Kelly Ratio einsetzten. Die Kelly Ratio berechnet sich folgendermaßen:
Risiko=W-[(1-W)/R]
Hierbei ist W die Trefferquote und R der Quotient aus Gesamtverlust und Gesamtgewinn.
Wenn man einen Kontostand von 100.000$, eine Standard-Margin von 3240$ für einen EuroFX Futures-Kontrakt zugrunde legt und das Risiko über die Kelly Formel berechnet, ergibt sich folgende Kontoentwicklung. Aus 100.000$ in zwei Jahren ein Konto von über 7 Millionen machen? Das ist theoretisch sicher möglich, geht aber ein wenig an der Realität vorbei. Allein die Tatsache, 1000 Kontrakte im EuroFX handeln zu wollen, ist ohne extreme Slippage sicher nicht machbar. Hier spielt auch eine Rolle, dass wir eine Strategie mit extrem hoher Trefferquote haben. Trotzdem macht es natürlich Spaß, ein wenig mit diesen Werten zu spielen. Wenn wir eine Kontogröße von 50.000$ und ein Risiko von 5% zugrunde legen, sowie eine Margin von 1000$ pro Kontrakt veranschlagen, ergibt sich folgendes Bild.
Die benötigte Margin (Intraday und Overnight) kann natürlich von Broker zu Broker variieren. Auch der Risiko-Appetit und die Kontogröße sind von Trader zu Trader sehr unterschiedlich. Hier kann man seiner Kreativität und seinen Vorlieben freien Lauf lassen. Ich denke aber, es ist gut erkennbar, wie wichtig gutes Moneymanagement ist und welche Möglichkeiten sich damt für das Wachstum des Trading Kontos eröffnen.
Im nächsten Artikel werde ich diese Serie zur Strategie-Entwicklung mit einer kleinen Nachbetrachtung abschließen.




[...] haben die Anzahl er Trades reduziert und die Profitabilität weiter erhöht. Auch ein vernünftiges Money Management für ein angemessenes Kontowachstum wurde gefunden. Eine richtige Forex-Swing-Stratgie ist daraus [...]
[...] Methode habe ich auch beim Backtesten der Pivot Strategie angewendet. Backtesten ist übrigens ein gutes Stichwort: Um sich die Auswirkungen dieser Methoden [...]